Einsatzstatus NÖ

Chronik unserer Wehr

 


Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts wurde die Gegend um Muckendorf, Wipfing und Zeiselmauer von den verschiedensten Katastrophen heingesucht. So wütete im Jahre 1871 ein riesiger Brand, dem viele Häuser zum Opfer fielen. Im Jahre 1876 wurde von einer großen Überschwemmung berichtet und im gleichen Jahre brach wiederum ein Brand aus, dem die Bewohnerhilflos gegenüberstanden.

Aus den Aufzeichnungen der Gemeinde Zeiselmauer geht hervor, daß der Winter1879/80 sehr streng war und sich auf der Donau ein Eisstoß gebildet hatte.Auf Grud eines Wärmeeinbruches im Jänner 1880 geriet dieser in Bewegung.Wäre die Au nicht gewesen, so wären die Siedlungen entlang der Donau sicherlichzum Opfer gefallen. Ab manchen Stellen der Au lag das Eis bis in den Monat Mai.
Im August des gleichen Jahres wurde ein neuerliches Hochwasser registriert,bei dem alle "niederen" Felder überschwemmt worden sind, sodass diegesamte Ernte, vornehmlich Hackfrüchte, verfaulte.

 

Im Jahre 1895 beschlossen die Gemeinden Muckendorf und Wipfing gemeinsam
eine freiwillige Feuerwehr aufzubauen. Bei der Gründungsversammlung am
27. Oktober 1895 wurde folgende Verhandlungsschrift erstellt:


P. 1, Schriftwart Köstlbauer bespricht Zweck und Wesen der freiwilligen Feurerwehr,
sowieder Nutzen derselben für den Ort.
P. 2, Bei der Wahl der Vereinsleitung erscheinen gewählt:
Herr Anton Schießler als Hauptmann-19 Stimmen
Herr Leopold Geiger als Hptm. Stellvertreter- 10v. 19 St.
Herr Ig. Schießler als ZugsführerHerr F. Holzmann als Zugsführer
Herr Joh. Edlinger als Zugsf. d. Schutzm.
Herr Karl Goban------------------)
Herr Johann Reisenthaler-----)-------- als Ausschuss
Herr Mich. Weidlinger-----------)
P. 3, Die vom Landesverband heausgegebenen Normalsatzungen werden unverändert angenommen.
P. 4, Anträge. Über Aufforderung des Bez. Schriftwartes leisteten die aktiven Feuerwehrmänner den Handschlag.

 
27.10.1895 Geschlossen und gefertigt.

 

1897-Am 20 Juni wurde von der FF Muckendorf bei einer Jahreshauptversammlungein neuer Vorstand gewählt :
Andreas Mayer zum neuen HauptmannFranz Hager zum SchriftführerKarl Ertl zum Kassier Leopold Geiger wurde als Hptm. Stellvertreter und alle übrigen,seinerzeit bei der Gründung der Wehr, Gewählten in ihren Funktionen bestätigt.


1898-Im November gab es neuerlich eine Veränderung in der Führungder FF Muckendorf. Andreas Mayer wurde als Hauptmann der Wehr bestätigt.Franz Meier wurde zum neuen Hptm. Stellvertreter gewählt.
Knoll sen. wurde zum Säckelwart ( Kassier) und Franz Kubicek zum Schriftführer berufen.



1899- Vom 16. bis zum 26. September regnete es in den Alpen.Infolge der anhaltenden Regengüsse trat die Donauwieder aus ihrenUfern. Das Tullnerfeld glich einem unübersehbaren See, aus dem diemeisten unter Wassergesetzten Ortschaften, Inseln gleich,herausragten. Die Männer aller freiwilligen Feuerwehren standen bis zum Umfallen im Einsatz und leisteten Übermenschliches.


1902- Reger Wechsel in der Führung der FF Muckendorf. Franz Knollwurde neuer Hauptmannstellvertreter Josef Weidlinger wurdeZugsführer und Heinrich Piringer Zeugwart. Bei dieser Jahreshauptversammlung fordert der wiedergewählte Hptm. Andreas Mayer die Wehrmänner bei der Erfüllung ihres Dienstes eine stramme Haltung zu zeigen und die erforderlichen Anordnungen zu befolgen.

 

1907- Hauptmann Andreas Mayer legt seine Funktion zurück. Als sein Nachfolger wirdFranz Knoll und dessen Stellvertreter wird Franz Vogl gewählt.

1907- Am 7. Oktober brach durch einen Blitzschlag ein Brand aus der ein Haus völlig einäscherte. Am 29. Oktober brach in einer Scheune ein Brand aus der die Scheune und die darin gelagerte Ernte völlig zerstörte. Am 1. November um ca. 18 Uhr stand der ganze obere Ort in Flammen. Nur wenige Habseligkeiten konnten gerettet werden. Der Schaden belief sich ca. auf 80.000 bis 90.000 Kronen.


1909- Das Protokoll aus diesem Jahre nennt 20 Mitglieder bei der Wehr. Die Führung blieb weiterhin in den gleichen Händen.


1911- Zu Beginn des Jahres gab es wieder personelle Änderungen.Franz Knoll wurde zunächst noch einmal Hauptmann Johann Klein wurde neuer Stellvertreter.Weiters wurden Josef Haiden 1. bzw Franz Löschl 2. Steiger.
Bei einer neuerlichen Wahl am 18. Dezember wurde Johann Klein Hauptmann und Franz Vogl dessen Stellvertreter.

 

1913- In diesem Jahre wurde beschlossen das Spritzenhaus instandzusetzten.Ende Oktober stellte Hptm. Johann Klein seine Funktion zur Verfügung.Aus dem häufigem Wechsel an der Spitze läßt sich schließen, daß es innerhalb der Wehr ständige Unstimmigkeiten gab und sich diese auch auf die Einsatzbereitschaft auswirkte.

 

1913- Aus der Chronik der Gemeinde Zeiselmauer zufolge brach am 28. Oktober in der Scheune 
des Tischlermeisters Heinrich Reisinger ein Brand aus, der erst nach dem eingreifen der Muckendorfer Feuerwehr unter Kontrolle gebracht werden konnte.



1917- Durch den 1. Weltkrieg wurde ein starker Teil der Mannschaft in den Kriegsdienst eingezogen. Dadurch sank der Personalstand so stark das in diesem Jahre keine Neuwahlen stattfanden.


1919- Franz Vogl wurde zum Hauptmann gewählt.Leopold Lutz zu seinem Stellvertreter.

 

1921- Kommandowahlen in der Wehr. Hptm. Franz Vogl und dessen Stellvertreter Leopold Lutz blieben weiterhin in ihren Funktionen. Das bereits 1920 fällig gewesene25-jährige Bestandsjubiläum sollte erst 1922 gefeiert werden.Zur Aufbesserung der Finanzen gab es eine Ballveranstalltung.

1922- Zu Beginn dieses Jahres gab es wieder eine, nun fast schon übliche, Änderung im Kommando. Leopold Lutz hatte die Funktion des Hauptmannes übernommen, wollte aber noch im gleichen Jahr diese wieder zurücklegen, da er von einigen Feuerwehrmännern beleidigt worden war.
 Am 22. November wurde das zu Ehren der Gefallenen errichtete Kriegerdenkmal 
eingeweiht, auf dessen Sockel auch der Name so manchen Feuerwehrkameraden steht.

 

1923- Leopold Lutz legte seine Funktion als Hauptmann wegen dauernder Unstimmigkeiten in der Wehr zurück und Emmerich Holzmann wurde zu seinem Nachfolger gewählt.Ludwig Schredl wurde sein Stellvertreter, Rupert Weidlinger erster und Josef Berger zweiter Steiger. Weiters wurde Leopold Pieringer zum Spritzenmeister gekürt.

 

1925- Neuwahlen bei einer Generalversammlung. Emmerich Holzmann zum Hauptmann, Ludwig Schredl zum Stellvertreter, Josef Wegl zum Kassier, Gustav Weghuber zum Schriftführer. Im gleichen Jahr kam es auch zur Vergrößerung des Feurwehrhauses und zur Errichtung eines Schlauchturmes.

1928- Bei der Generalversammlung unter beisein des Bürgermeisters Johann Pfaffel von Muckendorf und Johann Lohner von Wipfing wurde das alte Kommando bestätigt.Für seine langjährige Tätigkeit als Feuerwehrmann wurde Hauptmannstellvertreter Ludwig Schredl ein Ehrendegen überreicht.Franz Meyer und Franz Hager wurden vom NÖ Landesfeuerwehrverband aus Anlaß ihrer 25-jährigen Zugehörigkeit mit einer Medaillie ausgezeichnet.
Um die Einsatzfähigkeit zu verbessern wurden in diesem Jahr 210 Meter Hochdruckschlauch und 12 Kupplungen angekauft.



1929- Ein Feuerwehrbrunnen wurde errichtet und eine Motorspritze wurde angekauft. Die Einweihung dieser Spritze sowie der "Feuerlöschwasseranlage" standen unter keinem guten Stern. Das Feuerwerk am Vorabend musste wegen einem heftigem Sturmentfallen und selbst am Festtag ging ein heftiger Platzregen nieder.Aber pünktlich zu Beginn des Festaktes gab es strahlenden Sonnenschein, sodaß die Weihe bei Traumwetter vollzogen werden konnte.

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1930- Gemäß Protokoll der 35. Hauptversammlung vom 13. Jänner wurde nach 7 Jahren ein neues Kommando gewählt. Zum neuen Hauptmann wurde Leopold Goban gewählt, da Emmerich Holzmann die Funktion zur Verfügung gestellt hatte, da er als Bürgermeister nicht mehr die Zeit für die Ausübung beider Funtionen hatte. Stellvertreter blieb wie bisher Ludwig Schredl und ebenfalls in ihrer Funktion bestätigt wurden Gustav Weghuber als Schriftführer und Johann Pfaffel als 2. Kassier.

 

1932- Bei der Generalversammlung am 10. Jänner wurde die Renovierung des Spritzenhauses angekündigt und von der Gemeinde genehmigt.

 

1935- Dieses Jahr wurde gleich zu Beginn von einem unerwartetem Todesfall überschattet. Der Bürgermeister der Gemeinde Muckendorf- Wipfing und Ehrenhauptlöschmeister Emmerich Holzmann verstarb und rief somit große Trauer in der Gemeinde hervor.

1936- Der Wunsch nach einem neuen "Motorgerät" wurde laut. Jedoch mussten die beiden Bürgermeister von Muckendorf Vogl und Altenberger von Wipfing erklären das eine derartige Anschaffung finanziell nicht möglich wären.


1937- Am 3. Jänner wurde Leopold Goban zum Hauptmann und und Josef Berger zu dessen Stellvertrer gewählt.



1938- Im Gasthof Berger wurde wieder eine Ball veranstalltet, bei dem die Karten im Vorverkauf 0,80 Rpf und an der Abendkasse 1,00 RM  kostete.


1939- Am 24.Oktober wurden die freiwilligen Feuerwehren in das deutsche Feuerwehrwesen überführt und damit als "technische Hilfspolizei" der Ordnungspolizei unterstellt. 
Dabei wurde eine Absage an das Vereinsprinzip erteilt das die freie Wahl der Feuerwehrfunktionäre durch die Mannschaft vorgesehen hat. Der Feuerwehrhauptmann wurde zum Wehrführer und von der Gemeinde bestellt.

 

1940- Mit dem Protokoll vom 25. März endet der Nachweis über die Tätigkeit der Feurwehr Muckendorf-Wipfing.

 

1945- Am 2 Dezember wurde die gemeinsame Freiwillige Feuerwehr Muckendorf-Wipfing neu konstituiert, nachdem die nach dem Anschluß an Deutschland erfolgte Verstaatlichung der Wehr wieder aufgehoben worden war. Josef Berger wurde zum Hauptmann und Johann Holzmann zu seinem Stellvertreter gewählt. Als Kassier fungierte Stefan Bauer und Rudolf Zierl als Schriftführer. Die restliche Mannschaft die noch zur Verfügung stand waren:
Rudolf Baum, Joserf Haiden, Josef Leuthner, Johann Lutz, Alois Schuöcker und Heinrich Wegl.

 

1946- Am 19. Jänner beschlossen die Gemeinden Muckendorf und Wipfing wieder eine gemeinsame Feuerwehr zu gründen. Es kamen auch wiedr neue Mitglieder zur Wehr. Im selbigem Jahr wurde der ehemalige Feuerwehrhauptmann Leopold Goban zum Ehrenhauptmann ernannt und ihm ein Ehrendiplom überreicht.

 

1947- Noch während der Ballsaison wurde beschlossen einen Bauernball zu veranstalten. Der Reingewinn von 2700 S wurde zum Ankauf von 120 m Schlauch, 15 Arbeitsmontouren, 10 Gurten, 15 Helme und Verbandszeug genützt. Der erste Einstatz der neugegründeten Wehr war am 30. April in Wipfing.

 

1948- In diesem Jahr konnte die Ausrüstung erweitert werden. Außerdem wurde der Beschluß zur Renovierung des Feurwehrhauses gefasst.

 

1949- Das 50-jährige Bestehen wurde gefeiert obwohl dieses Ereignis bereits im Jahre 1945 gewesen wäre.

 

1950- Die einzelnen Feuerwehren wurden zu Gruppen zusammengeschlossen, wobei Königstetten, Langenlebarn, Muckendorf und Zeiselmauer eine dieser Gruppen bildeten, zu deren Kommandant der Hauptmnann der FF Muckendorf-Wipfing gewählt wurde.



1951- Ein Chevrolet Kraftwagen wurde um 7.600 S angekauft der nach einem entsprechendem Umbau als Feuerwehrauto Verwendung fand. Am 16. Juni nahm Geistlicher Rat Pfarrer Josef Matz, die feierliche Weihe des Autos vor, für das Frau Anna Baum und Frau Luise Karrer aus Wipfing die Patenschaften übernahmen.

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1954- Vom 6. Juli bis zum 10. Juli regnete es pausenlos in Bayern und im gesamten Bundesgebiet. Da alle Zubringerflüsse Hochwasser führten wurde die Donau zu einem reißendem Strom. Bald war das Überschwemmungsgebiet überflutet und die Donau stieg bei einer Marke von 7 Metern unaufhaltsam. Am 10. Juli flutete der Strom den Hochwasserschutzdamm und die Dammstraße 
Muckendorf- Langenlebarn. Über Nacht stieg die Donau um 22 cm und am folgenden Tag abermals um die gleiche Höhe. Abends ertönte das Sturmgeläute der Kapellenglocke. Beim Kapellngassl, wo schon 1897 der Damm gerissen war, drückte das Wasser wieder durch. Die Gefahr, das sich diese Katastrophe wiederholen könnte, war riesengroß. Eine kleine Gemeinde nahm den Kampf gegen den Donaustrom auf. In der Schulgrube wurden von Kindern und Frauen Sandsäcke gefüllt, die zur Gefahrenstelle gebracht wurden. Das Wasser stand schon wenige Zentimeter über der Dammkrone und konnte nur mehr durch Sandsäcke gehalten werden die bereits auf einer Länge von ca. 100 Meter das Wasser abhielten. Der Donaustrom, der in diesen Tagen bei Muckendorf eine Breite von 6 km erreicht hatte, trug diesen Namen zu recht.

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Die Feuerwehr stand pausenlos und bis zur Erschöpfung im Einsatz.Die kleine Gemeinde Muckendorf mit ihren 360 Einwohnern wäre nie im Stande die Verstärkung des mindestens 200 Meter langen Dammstückes zu bewältigen. In der Nacht hatte Dir. Fritz Ross von der Dammexpositur, die für eine 17 km Strecke nur noch 1800 Säcke zur Verfügung hatte, mit Mühe 100 Säcke von Zeiselmauer nach Muckendorf geholt. Am darauffolgenden Tag wurden insgesamt 5000 Säcke für Muckendorf bereitgestellt.

Der Besitzer des Weinwarthof, Dir. Ross sowie die Landwirte Drummler, Ohnewas und Friedrich aus Zeiselmauer, Massinger aus Wolfpassing und Spani aus St. Andrä stellten ihre Traktoren zu Verfügung.

Über Auftrag der Feuerwehrschule Tulln kamen ausserdem noch folgende freilwillige Feuerwehren zum Einsatz: St. Andrä, Hintersdorf, Kirchbach, Staasdorf, Heiligeneich, Michelndorf, St. Pölten, Mödling, Gaaden, Oeynhausen, Teesdorf, Wr. Neustadt, Wr. Neudorf, Gumpoldskirchen und Pfaffstätten. Die amerikanische Besatzungsmacht brachte vom Flugplatz  gefüllte Schottersäcke und Betonbruchstücke, die sowjetische Besatzungsmacht stellte 50 Mann und 8 Fahrzeuge zur Verfügung, die laufende Steine brachten. Zahlreiche Feuerleute wurden für ihren bedingungslosen Einsatz durch die Landesregierung ausgezeichnet.

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1958- Für die Feuerwehr stand der Erwerb eines Aggregates( ca. 30.000 Sch.) sowei der Ankauf einer Sirene zur Diskussion. Die Kosten für diese Anschaffungen wurden fast zur Gänze durch eine Haussammlung aufgebracht. 5.200,- spendete die Bevölkerung, 5.300,- kostete das Gerät, das am Schulgebäude montiert wurde.

Der wiederholte Hochwassereinsatz sollte für die Feuerwehr kein Hindernis sein, sich für diverse Wettkämpfe vorzubereiten um bei diesen Leistungen zu erbringen. Mit welchem Ehrgeiz hier gehandelt wurde, geht daraus hervor, dass man bereits 1958 mit
dem Training für den Sommer 1959 begann, wo das silberne bzw. von einer zweiten Gruppe das bronzene Leistungsabzeichen erreicht werden sollte.

 

1960- Im Mai sollte die Wehr das versprochene Aggregat sowie den dazu notwendigen Anhänger
erhalten, das am 28. August feierlichst geweiht wurde. Die Patenschaft übernahmen Johanna Holzmann, Anna Baum, Herta Bouchal und Helga Knoth.

1961- Unsere Wehr stellte eine Bewerbsgruppe bei der Johann Holzmann, Rudolf Zierl, Karl Liepold, Karl Leitzinger, Franz Eckhart, Walter Legat, Paul Meister und Franz Geiger das silberne Leistungsabzeichen erwarben.


Gen. Dir. Ross wurde die Ehrenbürgerschaft der Gemeinde verliehen und zum Dank spendete er der Feuerwehr 10.000,-. Durch die erbrachten Leistungen und dem Bedarf, wurde seitens der Gemeinde die Zusage getätigt ein leichtes Löschfahrzeug anzukaufen.

1962- Am 14. Jänner standen wieder Neuwahlen ins Haus.
Gewählt wurde:
zum Kommandanten Josef Berger
zum Stellvertreter Johann Holzmann
zum Schriftführer Rodolf Zierl
zum Zahlmeister Karl Liepold 
weiters mussten bei dieser Jahreshauptversammlung die Bürgermeister Pfaffel und Karrer die Anschaffung eines neuen Einsatzfahrzeuges auf das Jahr 1963 verschieben.


Da das Kraftfahrzeug der Feuerwehr nicht mehr einsatzbereit war, ergab sich die dringende Notwendigkeit ein neues Fahrzeug zu erwerben. Bis zum Eintreffen dieses leichten Löschfahrzeuges mußte ein Traktornotdienst eingerichtet werden. Muckendorf und Wipfing mussten inklusive diverser Förderungen des Landesfeuerwehrverbandes insgesamt 151.380,- aufbringen.



1963- Am 25. Mai konnte das Fahrzeug offiziell der Feuerwehr übergeben werden und am 25. August konnte dessen Weihe vorgenommen werden bei der Frau Pfaffel und Frau Holzmann als Patinen wirkten. Ca. 150 Feuerwehrmänner aus der Umgebung waren zu diesem Fest erschienen.


Bereits im Februar dieses Jahres war der Bau des Amtshauses beschlossen und die diesbezüglichen Pläne genehmigt worden. Nachdem in diesem auch das Depot der Feuerwehr untergebracht werden sollte, versprachen die Männer der Wehr bei der Errichtung tatkräftigst mitzuwirken.


1964- In diesem Jahr wurden Schläuche angeschafft die das Gemeindebudget aber nur mit 7.000,- belastete.

Anläßlich seines 60. Geburtstages erhielt der Kommandant Josef Berger den Ehrenring der Gemeinde Muckendorf verliehen.


1965- Ein erneutes Hochwasser brach über Muckendorf herein. Hier waren es die Wochenendhausbesitzer im Überschwemmungsgebiet, die auf die Hilfe der Wehr angewiesen waren. Trotz des Hochwassereinsatzes, der Mitarbeit beim Amtshausbau nahm eine Gruppe bei den NÖ Landesleistungsbewerben in Berndorf teil. Walter Kwapil, Otto König, Karl Leitzinger, Johann Rath, Walter Legat, Johann Holzmann jun., Johan Mainx, Karl Knoll und Johann Krebs bestritten den Bewerb um das silberne Leistungsabzeichen.


Bei der Jahreshauptversammlung hatte nach 20-jähriger Tätigkeit Kdt. Josef Berger seine Funktion zurückgelegt. Er wurde durch Ernennung zum Ehrenkommandanten geehrt. Sein Nachfolger wurde Johann Holzmann und dessen Stellvertreter Rudolf Zierl.
Weiters wurde eine neue Tragkraftspritze ( Fabrikat Rosenbauer) im Wert von 55.000,- S angekauft.


 

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1966- Am 15. Mai wurde das neue Amtshaus eingeweiht in welchem auch die Feuerwehr ein neues zu Hause fand.
Kommandantstellvertreter Rudolf Zierl gab seine Funktion an Walter Kwapil weiter.

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1968- Bei der Jahrehauptversammlung im Jänner wurde das bisherige Kommando bestätigt und die Wehr nahm mit besonderer Genugtuung zur Kenntnis, das ihr Kommandant Johann Holzmann im Berichtsjahr zum Gruppenkommandant gewählt wurde.

Da die Muckendorf-Wipfinger Wehr vor allem auch auf dem Wasser ihre Einsatztätigkeiten  verrichtete nahmen immer wieder Männer auf den Wasserwehrwettkämpfen Teil.
So beteiligten sich Josef Rath und Walter Legat bei den Wettkämpfen und erreichten 
in der Gruppe Silber den 6. Rang.



Die vorhandene Feuerwehrpumpe war auf Grund ihres Alters betriebsunfähig geworden und soll anläßlich des 75-jährigen Bestandsjubiläums der Feuerwehr durch eine sogenannte Vorsatzpumpe ersetzt werden.

1970- feierte die Freiwillige Feuerwehr Muckendorf-Wipfing ihr 75-jähriges Bestehen mit einer Kranzniederlegung am 26. August, einen Festgottesdienst bei der renovierten Kapelle und einer Festsitzung im Gasthaus Weinlinger.Im zuge dieser Festsitzung wurde dem Bgm. Heinrich Piringer vom Bezirksfeuerwehrkommandanten Rienößl die Florianiplakette als höchste Auszeichnung des Landesfeuerwehrkommandos überreicht.

1971- Dies war das letzte Jahr in dem Muckendorf selbstständig über sein Schicksal entscheiden konnte, bevor es mit Wipfing, Wolfpassing und Zeiselmauer per Bescheid des Amtes der NÖ Landesregierung vom 14. Bezember 1971, zur Großgemeinde Zeiselmauer vereinigt wurde. Bezüglich der Feuerwehren in der neuen Gemeinde wurde vom Gemeinderat beschlossen die drei bestehenden Wehren zu belassen.

1972- Erich Schmatz erlangte als zweiter Feuerwehrmann das Leistungsabzeichen in Gold.

 



1973- Johann Holzmann wurde Kommandant des Abschnittes Tulln und somit unterstanden ihm
34 Feuerwehren des Gebietes. Als dritter in der Geschichte der Muckendorfer Wehr erwarb Franz Eckhart im selben Jahr das "Goldene Leistungsabzeichen".

1974- Die Wehren Muckendorf und Zeiselmauer sollten einen neuen Mannschaftswagen ( VW-Bus) erhalten. Muckendorf hatte ein solches Fahrzeug preisgünstig erwerben können, wobei jedoch eine sofortige Übernahme und Bezahlung Bedingung war, sodass die für den Ankauf erforderlichen Zuwendungen von 40.000,-S erst nachträglich zu genehmigen waren .

Bei einem Brandeinsatz bei der Firma Just in Zeiselmauer, welche mit dem Aufbau ihrer neuen Betriebststätte beschäftigt war, kamen alle drei Wehren der neuen Gemeinde zum Einsatz.

1975- In diesem Jahr mussten die Wehren Muckendorf und Zeiselmauer einen mehrtägigen Hochwassereinsatz bestreiten in dem unsere Muckendorfer Männer zu meist mit der Rettung von Menschen und deren Hab und Gut beauftragt waren. Das 80-jährige Jubiläum wurde am 15. und 16. August gefeiert. Am ersten Tag gab es eine Feldmesse vor dem Depot mit Weihe des neu erworbenen Mannschaftswagens,  anschließend eine Gedenkfeier beim Kriegerdenkmal und anschließend ein Frühschoppen. Am 2. Tag fand eine Einsatzübung eines Zuges der Wehr statt. Beendet wurde das Jubiläumsfest mit einem Kränzchen am  Abend. Diese Veranstaltungen brachten der Wehr einen Reingewinn von 40.000,-S weiß der "Säckelwart" zu berichten. Bürgermeister Culik und Vizebürgermeister Piringer wurden zu Ehrenmitgliedern der Feuerwehr Muckendorf ernannt, einige Wehrmänner erhielten Ehrenurkunden für langjährige Tätigkeit.



1976- Auch in diesem Jahre war die Wehr nicht untätig. Durch Übungen und Teilnahme an den verschiedensten Wettkämpfen wird die Einsatzbereitschaft der Wehr sichergestellt. Ein Sommerfest sollte die Finanzen der Wehr verbessern. Auf Grund der gewonnen Erkenntnisse bei einem Hochwassereinsatz schien es zweckdienlich neue Rettungsringe und ein Megaphon anzuschaffen. Auch die Anschaffung neuer Atemschutzgeräte für Brandeinsätze wurde angeregt. Die Ausbildung wurde vore allem auf den Einsatz als Wasserwehr ausgerichtet um hier im Notfalle bestens gerüstet zu sein.

1977- Bei einem neuerlichen Hochwassereinsatz im August, wobei 353 Einsatzstunden geleistet wurden, bestätigt sich der Bedarf der erwünschten Geräte. Weiters wurden neue Funkgeräte, ein Schlauchrollapparat, eine Wasserstrahlpumpe und ein Einsatzscheinwerfer angeschafft. 
Kosten ca. 15.000,-S

1978- Zu Beginn des Jahres gab es ein freudiges Ereigniss. Anläßlich der Vollendung seines 60. Lebensjahres erhielt Johann Holzmann für seine langjährige und verdienstvolle Tätigkeit in der Gemeinde die Ehrenbürgerschaft. Sorgen breitete dem Bürgermeister und dem Gemeinderat der Wunschtraum eines Tanklöschfahrzeuges mit 2000 Liter Wasser. Dieses Fahrzeug würde 
über 1 Million Schilling kosten und somit konnte der Traum nicht in Erfüllung gehen.
Für den Einsatz auf der Donau wurde vom Landesfeuerwehrkommando eine Motorzille zur Verfügung gestellt, die auf den Namen Otto getauft wurde.

1979-Im Gemeinderat wurde über die Anschaffung eines TLF 2000 getagt. Die Feuerwehr Zeiselmauer äusserte den selben Wunsch der aber durch mehrere Umstände nicht in Erfüllung geht. Somit wurde dieses Thema im Gemeinderat auf spätere Sitzungen verschoben.
Im Anwesen des Kommandanten Holzmann wurde die Scheune Raub der Flammen.
Ein weiterer Schaden konnte jedoch verhindert werden.


In der letzten Sitzung des Jahres 1979 wurde der Ankauf des TLF 1000 für die FF Muckendorf beschlossen, nachdem Zeiselmauer seine diesbezüglichen Wünsche zurückgestellt hatte. Die Firma Rosenbauer legte das preisgünstigste Angebot über ein  derartiges Fahrzeug vor und bekam somit den Zuschlag. Die Finanzierung war wie folgt vorgesehen:
Eigenmittel der Feuerwehr 105.000,-S, Gemeindeanteil 159.000,-S,
Fördermittel des Landesfeuerwehrkommandos 210.000,-S, 
und Bedarfszuweisung von 210.000,-S.


1980- Im vierten Quartal dieses Jahres traf das ersehnte Tanklöschfahrzeug ein. Der größte Wunsch
der Feuerwehr ging somit in Erfüllung.

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1981- Bei der Generalversammlung im Jänner stellt Johann Holzmann nach 15-jähriger Tätigkeit als Kdt. und 20 Jahre als KdtStv. seine Funktion zur Verfügung. Bei der Neuwahl wurde Franz Eckhart zum neuen Kommandanten und BI Josef Rath zum Kommandantstellvertreter mit überwältigender Merheit gewählt. Bei einer Mitgliederversammlung am 06. Februar wurden BR Holzmann zum Ehrenkommandanten und OBI Kvapil zum Ehrenoberbrandinspektor ernannt. In diesem Jahr fand auch ein Wassleistungsbewerb statt bei dem alle Fünf Bewerber das WLA in Silber erhalten. Im Juli wurde wieder Hochwasseralarm gegeben und die Männer der Wehr wurden zur Dammbeobachtung eingeteilt. Glücklicherweise hielt der Damm. Bei den Brandeinsätzen und 7 techn. Einsätzen wurden 194 Einsatzstunden geleistet.Während des Hochwassers standen die Kameraden der Wehr rund 1.245 Stunden im Einsatz.
 

1984- Bei der Jahreshauptversammlung berichtet Vzbgm. Piringer über den Kraftwerksbau in Greifenstein, den Stauplan der DOKW sowie über den geplanten Ausbau des Muckendorfer Bootshafens. Auch die Feuerwehr erhielt 20 m Lände für ihre Zwecke.

Seitens des Landesfeuerwehrkommandos wurde mitgeteilt, dass der Landesfeuerwehrrat beschlossen hatte, das bisher in Zeiselmauer stationierte KRF-W, bei der FF Muckendorf zu stationieren.

 

1985- Ein Mannschaftsfahrzeug der Marke Fiat Ducati wurde angeschafft. Die Finanzierung wurde durch ein äußerst großes Entgegenkommen von Herrn König, ohne Subventionierung durch die Gemeinde, mit Eigenmitteln der FF möglich gemacht.

 

1986- Noch vor den Wahlen gibt KdtStv. BI Rath bekannt, dass er nicht mehr kandidieren wird. Für die Funktion als Kommandant soll wieder OBI Franz Eckhart nominiert werden und für den Stellvertreter werden BM Schmatz und LM Westermayer vorgeschlagen. BM Schmatz berichtet über die Leistungen des vergangenen Jahres und hebt besonders die Kameraden BM Schmid Andreas und LM Westermayer Gerhard hervor, die das Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold erworben hatten. Bei der Jahreshauptversammlung im Jänner wurden OBI Franz Eckhart zum Kommandanten und BI Schmatz Erich zu seinem Stellvertreter gewählt.

 

Bei der 100-Jahr-Feier der FF St. Andrä Wördern nahm die FF Muckendorf mit dem pferdebespannten alten Spritzenwagen und dem TLF teil.

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1988- Bei der Versammlung am 7. Jänner wurde über die Aufstellung einer Jugenfeuerwehr berichtet da es 14 Interessenten gab. FM Rohrböck erklärte sich bereit die Funktion des Jugendführers zu bekleiden. Am 11. April erklärte sich OFM Meister Peter dazu bereit als Jugendführergehilfe zu fungieren.

Während des Feuerwehrfestes am 25. Juni wurde die Gründung der Feuerwehrjugend bekanntgegeben, was in der Bevölkerung ein positives Echo hervorruf. Am 19. September startet Westermayer Gerhard beim Goldbewerb des WLA und 12 Mann beim Bronze- und Silberbewerb.

 1989- Im Jänner verunfallte der Kommandant der Wehr Franz Eckhart und BI Schmatz übernahm seine Vertretung bis zu seiner Genäsung. Für die Feuerwehrjugend wurde ein Zeltankauf beschlossen im Wert von 27.000,-S. Am 2. und 3. September fand in Wipfing ein Bezirksjugendtreffen statt bei dem einige Bewerbe von unserer Gruppe gewonnen werden konnten. Vom Abschnittsfeuerwehrkommando wurden 4 Ruderzillen in Muckendorf stationiert.

 
1990- Bei der Kdo- Sitzung am 27. April wurde über den Bau eine Wasserdienstgerätehauses diskutiert und ein Finanzierungsplan ausgearbeitet. Ausserdem sollte mittlefristig der Ersatz der derzeitigen Fahrzeuge TLF1000, KRFW und LF durch ein RLF2000 geplant. Seitens der Gemeinde wurden beide Vorschläge befürwortet. Die Gründung der Jugendgruppe lohnte sich bereits und so konnten schon 7 Jugendfeuerwehrmänner in den anktiven Dienst überstellt werden. Das Wasserdiensthaus nahm bereits konkrete Formen an. Der Kommandantstellvertreter BI Schmatz wurde durch BI Westermayer Gerhard abgelöst. Schmatz wurde somit zum Ehrenbrandinspektor ernannt. Es wurden 15 Stk. Personenrufempfänger angekauft. Weiters wurden 2 Stk. Handfunkgeräte zu einem Preis von 17.600,-S angeschafft.

 

1991- Das alte Feuerwehrhaus wurde abgerissen. Die dort untergebrachten Großgeräte wurden vorübergehend verlagert. Das KRF-W wurde bei EBR Holzmann untergestellt und die Motorzille wurde während des Winters bei der FF Wolfpassing untergebracht.

 

1994- Bei der Mitgliederversammlung im Jänner wird V Robert Kainz zum Leiter des Verwaltungsdienstes bestellt und im Juli dieses Jahres wählte man BI Franz Petzlinowsky zum KdtStv.

 

1995- Feier zum 100-jährigen Bestandsjubiläum.

 

 

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