Einsatzstatus NÖ

Chronik unserer Wehr - 1954 Seite1


 

 
1954- Vom 6. Juli bis zum 10. Juli regnete es pausenlos in Bayern und im gesamten Bundesgebiet. Da alle Zubringerflüsse Hochwasser führten wurde die Donau zu einem reißendem Strom. Bald war das Überschwemmungsgebiet überflutet und die Donau stieg bei einer Marke von 7 Metern unaufhaltsam. Am 10. Juli flutete der Strom den Hochwasserschutzdamm und die Dammstraße 
Muckendorf- Langenlebarn. Über Nacht stieg die Donau um 22 cm und am folgenden Tag abermals um die gleiche Höhe. Abends ertönte das Sturmgeläute der Kapellenglocke. Beim Kapellngassl, wo schon 1897 der Damm gerissen war, drückte das Wasser wieder durch. Die Gefahr, das sich diese Katastrophe wiederholen könnte, war riesengroß. Eine kleine Gemeinde nahm den Kampf gegen den Donaustrom auf. In der Schulgrube wurden von Kindern und Frauen Sandsäcke gefüllt, die zur Gefahrenstelle gebracht wurden. Das Wasser stand schon wenige Zentimeter über der Dammkrone und konnte nur mehr durch Sandsäcke gehalten werden die bereits auf einer Länge von ca. 100 Meter das Wasser abhielten. Der Donaustrom, der in diesen Tagen bei Muckendorf eine Breite von 6 km erreicht hatte, trug diesen Namen zu recht.

k-Bild 3 Chronik

 

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