Einsatzstatus NÖ

Brandeinsatz am 21.04.2019

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 Verdächtiger ätzender Geruch in Wohnhaus!
 Aus Schadstoffeinsatz wurde Brandeinsatz!
 
 
 
 
 
 
 

Um 20:32 Uhr wurde unsere Feuerwehr zu einem Schadstoffeinsatz alarmiert. Unsere Mannschaft rückte binnen weniger Minuten zum Einsatzort in die Schloßgasse aus. Eine Anruferin meldete beim Feuerwehrnotruf einen ätzenden Geruch in ihrem Wohnhaus. Bei unserer Ankunft wurden wir durch die Hausbesitzerin erwartet und erhielten die Information das der Geruch aus ihrem Badezimmer kam. In den letzten Tagen wurden keinerlei Tätigkeiten bzw. Arbeiten in dem Raum durchgeführt und so setzten wir bei der Erkundung unser Mehrgaswarngerät ein um gefährliche Konzentrationen ausschließen zu können. Im Badezimmer konnten wir einen beißenden Brandgeruch feststellen und so änderte sich der gesamte Einsatzablauf von einem Schadstoffeinsatz zu einem Brandeinsatz.

 

Ein bereits ausgerüsteter Atemschutztrupp stand während der gesamten Dauer in Bereitschaft um Löschmaßnahmen setzen zu können. Glücklicherweise konnten wir rasch eine minimale Rauchbildung in einem Wäschekorb feststellen.

Der Wäschekorb wurde umgehend auf die Straße gebracht und entleert. Beim Entleeren trafen wir auf ein glühendes Putztuch das bereits ein Bekleidungsstück angesteckt hatte.

Der gesamte Inhalt des Korbes wurde sofort mit Wasser beaufschlagt und die Glutnester dadurch abgelöscht. Durch weitere Informationen stellte sich heraus, dass mit dem Putztuch Leinöl-Firnis verarbeitet wurde. Dadurch war die Brandursache auch rasch gefunden. Nach unseren Tätigkeiten rückte unsere Mannschaft nach rund einer halben Stunde wieder ein.

 

Wissenswertes

Leinöl-Firnis ist ein Anstrichmittel das zum größten Teil für Holzmaterialien verwendet wird. Da der Trocknungsvorgang nicht durch das verdunsten von Bestandteilen erreicht wird, sondern durch Oxidation im Zusammenhang mit Sauerstoff, entsteht hier sehr rasch Reaktionswärme. Speziell bei zusammengepressten Tüchern oder Lappen, kann diese Reaktionstemperatur nicht abgeleitet werden und die Gefahr der Selbstentzündung steigt immens!

 

 

Bericht und Bilder: OBI Roman Kainz

Eingesetzte Kräfte:
FF Muckendorf-Wipfing mit TLF2000 und KLFA
 
 
 
 

 

 

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