Einsatzstatus NÖ

Schadstoffeinsatz am 21.07.2016 (Öltreiben auf der Donau)

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Alarmstufe S2, Öltreiben auf der Donau!
 
 
 
 
 
 
 
Ein Anrufer meldete Dieselgeruch und Schlieren auf der Donau im Bereich des Tullner Hafens bis zur Donaubrücke. Durch die Landeswarnzentrale wurde die Stufe S2 alarmiert und so rückten zahlreiche Wehren an der Donau zum Einsatz aus. Die Alarmierung ging bei unseren Kameraden um 15:59 Uhr ein und so rückten wir zum Schadstoffeinsatz aus. Während sich das A-Boot stromaufwärts bewegte, konnten die Mannschaft schon einige Schlieren auf dem Wasser erkennen und der Dieselgeruch war auch wahrnehmbar. Im Hafen der Landesfeuerwehrschule angekommen erhielten die Bootsbesatzungen die Einsatzbefehle und so wurde mit der Bekämpfung begonnen. Von der Donaubrücke abwärts, wurde mit einem Sprühbalken ein flüssiges Bekämpfungsmittel aufgebracht. Als die Schlieren im Bereich Tulln und Langenlebarn beseitigt waren setzten die beiden A-Boote St. Andrä Wördern und Muckendorf ihre Fahrt stromabwärts fort. Bei dieser Fahrt wurden noch die letzten Schlieren beseitigt und die Wehren konnten wieder einrücken.
 

Wissenswertes

Die Bekämpfung von Öl- oder Treibstoffschlieren kann auf verschiedene Arten durchgeführt werden. Wenn sich richtiges Öl auf der Donau befindet, wird dieses mit einer Ölsperre kanalisiert und mit einem Skimmer von der Oberfläche abgesaugt. Ein solcher Einsatz dauert etliche Stunden und bedarf einer sehr guten Ausrüstung und jede Menge Arbeitskräfte. Das setzen der sogenannten Expandi-Ölsperre auf der Donau, wird im Schnitt einmal jährlich geübt und ist ein großer Bestandteil des Wasserdienstes. Wenn es sich um Kraftstoffschlieren handelt wird im Normalfall ein Bekämpfungsmittel auf die Wasseroberfläche aufgebracht. Diese Technologie beschleunigt die biologische Regenaration durch die Vergrößerung der Oberfläche. Die gleichzeitige Einkapselung der Ölpartikelchen verhindert die charakteristische Adhäsionskraft des Öls, sich an festen Oberflächen anzulagern. Dieses Mittel wird in Verbindung mit Wasser einfach aufgespritzt. Zum Aufbringen werden spezielle Sprühbalken an den Booten montiert oder man kann das Mittel in Form von wiederbefüllbaren Feuerlöschern auftragen.

 
 
 
Bericht und Bilder: Roman Kainz
 
Eingesetzte Kräfte:
FF Muckendorf-Wipfing
FF St. Andrä Wördern
FF Langenlebarn
FF Tulln Stadt
NÖ Landes- Feuerwehrschule
Polizei Tulln
BH Tulln
Schifffahrtsaufsicht
 
 

 

 

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